- Nachlassplanung (Die „Hardware“ & das Gesetz)
Die Nachlassplanung befasst sich mit Vermögenswerten, Logistik und Rechtssicherheit. Sie ist transaktionsorientiert und bürokratisch.
Die Schlüsselfrage: „Was habe ich und wer bekommt es?“
Der Fokus: Materielle Vermögenswerte (Geld, Haus, Bitcoin, Kontorechte).
Das Ziel: Vermögen schützen, Steuern sparen, Streitigkeiten vermeiden, den rechtlichen Übergang sicherstellen.
Die Werkzeuge: Testament, Vollmacht, Erbschein, Passwortliste.
Zeitrahmen: Unmittelbar nach dem Tod (kurz- bis mittelfristig).
Kurz gesagt: Die Nachlassplanung sorgt dafür, dass das Licht anbleibt und die Rechnungen bezahlt werden.
- Vermächtnisplanung (Die „Software“ & die Werte)
Die Vermächtnisplanung befasst sich mit Bedeutung, Werten und Erinnerung. Sie ist emotional und menschlich.
Die Kernfrage: „Wer war ich und was gebe ich weiter?“
Der Fokus: Immaterielle Werte (Lebensweisheiten, Familiengeschichten, ethische Werte, Reputation, der „gute Name“).
Ziel: Einfluss nehmen, Erinnerungen bewahren, Trost spenden, die nächste Generation prägen.
Die Werkzeuge: Digitaler Nachlass (Gedenkzustand-Konten), Abschiedsbriefe, Videobotschaften, Familienchronik, Spenden (Wohltätigkeit).
Zeitrahmen: Für immer (langfristig über Generationen hinweg).
Kurz gesagt: Die Vermächtnisplanung sorgt dafür, dass Du nicht vergessen wirst und Deine Werte weiterleben.
Hier ist die Gegenüberstellung von Nachlassplanung und Vermächtnisplanung
| Merkmal | Nachlassplanung | Vermächtnisplanung |
|---|---|---|
| Kernfrage | Vermögenswerte (Die „Hardware“) | Werte (Die „Software“) |
| Fokus | Rechtlich & Finanziell | Emotional & Ethisch |
| Zentrale Frage | „Wer bekommt was?“ | „Wer war ich?“ |
| Analoges Beispiel | Das Haus, das Bankkonto | Das Fotoalbum, Großmutters Rezepte |
| Digitales Beispiel | Zugriff auf das PayPal-Konto | Das Instagram-Profil im Gedenkzustand |
| Gefühl | Sicherheit, Ordnung, Erleichterung | Liebe, Verbindung, Bedeutung |